Sackgasse Business Alignment (17.09.2009)

 

Sackgasse Business Alignment

Industrialisierte Anwendungsentwicklung eröffnet Ausweg

Sauerlach (München), 17. September 2009 – Wenn es um eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen IT- und Fachabteilungen geht, fällt immer häufiger der Begriff „Business Alignment“, um auf die Notwendigkeit eines besseren Verständnisses der beiden Bereiche hinzuweisen. Ob der Ansatz allerdings Probleme löst, ist zu bezweifeln. Vielmehr werden sie verlagert. „Alignment ist eine Sackgasse“, sagt IT-Vordenker Peter Hinssen(1). Und hat damit Recht. Denn es geht um mehr als nur eine Neuausrichtung der Zusammenarbeit. Es geht um ein neues Denken im Verhältnis von Business, also der Fachabteilung, und IT.

„Richtig ist: IT und Business sprechen nicht miteinander, und wenn sie es tun, verstehen sie sich oft nicht“, erklärt Ramin Goettlich, Geschäftsführer der Novabit Informationssysteme GmbH. Aber müssen sie das überhaupt? Ja, wenn es darum geht, dass die IT-Abteilung dem Fachanwender mitteilt, welche Services ihm innerhalb der Unternehmensarchitektur überhaupt zur Verfügung stehen und was er damit tun kann. Nein, wenn es um die Bereitstellung konkreter Fachanwendungen zur optimalen Unterstützung der Geschäftsprozesse geht. Das können die Fachabteilungen mit ihrem Wissen um die Abläufe nämlich besser – und ab sofort auch alleine.

Denn eine industrialisierte Anwendungsentwicklung auf Basis einer universellen Softwareplattform eröffnet bisher ungeahnte Möglichkeiten. Sie bringt eine neue Qualität in die Zusammenarbeit von Business und IT. Die Plattform beinhaltet bereits alle Bausteine und möglichen Abläufe zur Abbildung nahezu aller denkbaren Unternehmensprozesse, wobei immer wiederkehrende Grundfunktionalitäten bereits für den Einsatz vorbereitet sind, während individuelle Unternehmensprozesse und Abläufe mithilfe von Metadaten beschrieben werden. Sie lassen sich somit ausschließlich durch Konfiguration, also ohne Programmierung von Softwarecode, auf konkrete Anwendungsfälle einstellen. In letzter Konsequenz eben durch den Fachanwender selbst. Er beschreibt zum Beispiel über grafische Editoren intuitiv ein formales Prozessmodell und schafft damit – ganz automatisch – ausführbare Prozesse. Das Modell kann ohne weiteres technisches Design, mithilfe eines Interpreters sofort ausgeführt, fachlich überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Und das sogar zur Laufzeit des Systems.

Der Ansatz von Novabit und der universellen Softwareplattform Nucleus Suite geht weit über Business Alignment hinaus. Er ermöglicht eine vollkommen neue Form der Arbeitsteilung zwischen Business und IT. Die IT stellt eine Plattform zur Verfügung, auf der die Fachabteilungen ihre Anwendungen selbst erstellen können. Die IT kann sich fortan auf das Wesentliche konzentrieren und ist für die Implementierung und den Betrieb der universellen Applikationslandschaft zuständig, die zum Beispiel auch dafür genutzt werden kann, um Schritt für Schritt eine service-orientierte Architektur (SOA) aufzubauen. Nicht weniger Aufgaben, sondern mehr Freiheit für die IT für wirkliche Verbesserungen, lautet also die Devise.

Nucleus unterstützt IT-Service-Management

Gleichzeitig sorgt eine so aufgestellte IT auch für mehr Compliance im Unternehmen. Heute greifen Anwender dort, wo bestehende Applikationen nicht ausreichen, die Anforderungen der Fachabteilungen abzubilden, oder sich nicht an geänderte Anforderungen anpassen lassen, zur Selbsthilfe. Jetzt sind sie nicht länger gezwungen, mit Eigenentwicklungen à la Excel zu arbeiten und Prozessbrüche per Hand zu überbrücken. Sie entwickeln stattdessen ihre Applikationen auf einer einheitlichen Plattform, die von der IT betrieben und überwacht wird, selbst. Mit jeder dieser Entwicklungen verbessert sich auch die strukturelle Compliance im Unternehmen, da sich die Anwender mit ihren Applikationen innerhalb eines von der IT festgelegten und überprüfbaren Rahmen bewegen. Die Schatten-IT wird Schritt für Schritt abgebaut.

(1) Peter Hinssen, Business/IT Fusion: How To Move Beyond Alignment And Transform IT In Your Organization, 2009.

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